Das E-Learning Lexikon von muthmedia

    Unsere Gesellschaft entwickelt sich ständig weiter, neue Technologien, neue Prozesse und ein immenser zuwachs des Wissensbestands führen dazu, dass wir uns ständig weiterbilden müssen. E-Learning hilft uns neben dem klassischen „offline-lernen“ uns in speziellen Thematiken weiter zu qualifizieren und bringt dabei einige Vorteile mit sich.  Grundsätzlich bezeichnet E-Learning das elektronisch unterstütze Lernen. Digitale Medien werden also zur Unterstützung des Lernprozesses eingesetzt.  Das E-Learning-Lexikon von muthmedia hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Begriffe rund um das Thema E-Learning zu verstehen.

    Autorensysteme

    Mit Autorensystemen und ihren Werkzeugen werden digitale Lernangebote erstellt und aufbereitet. Für Dozenten bieten sie die Möglichkeit, für ihren individuellen Kurs die Unterlagen für die Zielgruppe und das Zielmedium (z.B. CD-ROM, Webseite) aufzubereiten und speziell zu entwickeln.

    Es gibt verschiedene Formen von Autorensystemen – zumeist braucht der Autor dabei keine Grundkenntnisse über Programmierung, um einen Kurs zu erstellen. Unterschiede lassen sich vor allem beim Dokumentenmanagement feststellen. Sollen Dokumente nur für einen Kurs bereitgestellt werden, ist dies mit einem einfacheren Autorensystem verknüpft als eines, welches eine nützliche Bibliotheksfunktion unterstützt und an ein Dokumenten-Management-System angeschlossen ist. Dabei muss immer beachtet werden, welche Funktionen durch den Autor gewünscht sind – ein späterer Export aller Dokumente ist nicht mit jedem System gleich umsetzbar.

    Moderne Autorensysteme unterstützen mittlerweile nicht nur die Entwicklung von Lerninhalten für feststehende Computer, sondern auch für Smartphones und Tablets. Medien wie Videos, Audiodateien und Text, sowie Grafiken können in die Lehrinhalte eingebunden werden und das Wissen, gerade an schwierigen Stellen, geeignet vermitteln.

    Autorensysteme lassen sich in drei Bereiche einteilen

    1. Editoren für Medien (Grafiken, Übungen, Simulationen, HTML-Seiten, Animationen)
    2. Editoren für Lerninhalte
    3. Editoren für Kursnavigation (Inhaltsverzeichnisse)

    Blended Learning

    Blended Learning, oder übersetzt integriertes Lernen, ist eine integrative Lernform, bei der E-Learning mit Präsenzveranstaltungen kombiniert wird. Methodische, mediendidaktische, lerntheoretische und medienpädagogische Ausrichtungen werden bei dieser Lernform eingesetzt.

    Durch Blended Learning werden die besten Inhalte aus beiden Bereichen für optimale Lernatmosphäre genutzt. Aspekte wie praktisches Lernen oder Face-to-Face-Kommunikation werden zusammen mit verschiedenen Medien bestmöglich eingesetzt, um die wichtigsten Aspekte aus beiden Bereichen zu nutzen. Dabei sollen die Vorteile verstärkt und die Nachteile minimiert werden. Beim Kursaufbau ist es wichtig, dass die Präsenzphasen mit den Online-Phasen interagieren und aufeinander aufbauen. Aspekte wie Wissensmanagement, Kommunikation, Informieren und Erfahrungsaustausch sind besonders wichtig bei Blended Learning.

    CBT

    Oder auch Computer Based Training existiert bereits seit den 1980er Jahren und bezeichnet das zeitlich und örtlich unabhängige Arbeiten mit Lernprogrammen. Die Programme werden zumeist via CD-ROM oder DVD vertrieben und durch die Teilnehmer im Selbststudium absolviert. Das bedingt, dass nicht zwingend Kommunikation unter den Lernenden oder Lehrenden geschehen muss. Die Lerninhalte werden durch Selbststudium verinnerlicht. Die Programme sind zeitlich und örtlich unabhängig verwendbar und benötigen in der Regel keinen Internetzugang. Durch diesen Umstand ist CBT besonders für Unternehmen oder Organisationen ohne stabile Internetverbindung interessant und nützlich – aber auch andere Einrichtungen können von CBT profitieren.

    Beim CBT handelt es sich vorrangig um die nichttutorielle Form von Lernsoftware, bei der kein Lehrkörper nötig ist. Mit Lernsoftware wird Wissen unterstützend durch multimediale Inhalte (z.B. Simulationen, Animationen, Videos) vermittelt.

    Dokumentenmanagement

    Auch Dokumentenverwaltungssystem (DMS) genannt, bezeichnet die Verwaltung elektronischer Dokumente aller Art in einer Datenbank. Die Schriftstücke werden dabei archiviert und zugänglich gemacht. Dokumentenmanagement-Systeme bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die Dokumente zu koordinieren, zu überarbeiten und zu kontrollieren.

    Vorteile von Dokumentenmanagement

    • Zeitlich- und örtlich unabhängig verfügbar
    • Suchfunktion für einfache Recherche
    • Je nach System problemlos duplizierbar
    • Zentrale Speicherung

    E-Learning

    Unter Electronic Learning, also elektronisch unterstütztem Lernen, elektronischem Lernen, oder E-Lernen, versteht man alle Formen von Lernen, bei denen digitale oder elektrische Medien für die Präsentation der Lernmaterialen und der Kommunikation zum Einsatz kommen. Die digitalen Werkzeuge werden dabei genutzt, um Lernprozesse zu unterstützen.

    Weitere Synonyme für E-Learning wären unter anderem Online-Lernen, Computer-based Training oder multimediales Lernen.

    E-Lernen kann in verschiedenen Formen mit verschiedenen Technologien verwirklicht werden. Hierbei unterscheidet man unter anderem Web– und Computerbasierte Lernformen, Autorensysteme, Learning Management Systeme, Simulationen etc.

    Vier verschiedene Facetten beschreiben dabei das E-Learning eingehender.

    • Interaktivität: Der Benutzer hat Steuerungs- oder Eingriffsmöglichkeiten
    • Multicodalität: Informationen werden, abhängig von der Art des Mediums, in verschiedenen Medien verschieden codiert. Zum Beispiel Bilder und Texte
    • Multimedialität: Unterschiedliche Medien bieten verschiedene Arten, um Wissen zu erlangen.
    • Multimodalität: Wissen und Informationen werden über verschiedene Sinne aufgenommen – bei E-Learning geschieht das in der Regel auditiv oder visuell.

    Vorteile von E-Learning

    Der größte Vorteil von E-Learning ist, das zeit- und ortsunabhängiges Lernen möglich ist – Teilnehmer können lernen, wann sie möchten und können ihr Zeitmanagement nach ihrem eigenen Wunsch gestalten. Interaktivität ist ein weiterer Erfolgsfaktor von E-Learning Kursen, denn sobald Inhalte zum Mitmachen anregen und Aktionen erfordern, bleiben sie eher im Gedächtnis der Teilnehmer hängen. Durch Simulationen können schwierige Zusammenhänge anschaulicher erklärt und aufgezeigt werden, sowie Vorwissen generiert werden. Mit Lernkontrollen kann der aktuelle Stand der Teilnehmer getestet, sowie Wiederholungen dazu genutzt werden, um das Wissen aufzufrischen. Besonders hervorzuheben ist, dass die entsprechenden Dokumente oder Audiodateien immer wieder einsehbar sind und nicht nach der Nutzung gelöscht werden. Teilnehmer können ihr Wissen je nach Bedarf wiederauffrischen und individuell lernen.

    Elektronische Medien

    Sind Medien, die auf elektronischem Weg empfangen und wiedergegeben werden. Der Begriff wurde eingesetzt, um Fernsehen und Hörfunk zu beschreiben, wobei zwischen Medium als Träger von Inhalten und zwischen Medieninhalten unterschieden wird. Mit der Entwicklung der modernen elektronischen Medien wie Computer und Internet ist allerdings eine gleichzeitige Produktion, Übertragung und Rezeption von Inhalten möglich, weshalb die ursprüngliche Abgrenzung nicht mehr aktuell ist.

    Zu den Medien zählen:

    • Mobilfunk
    • Rundfunk
    • Hörfunk
    • Fernsehen
    • CD-ROM
    • E-Books
    • Elektronische Zeitschrift
    • Internet
    • Telegrafie
    • Telefon

    Evaluation

    Vom lateinischen valere „stark, wert sein“ abgleitet, bedeutet Evaluation sach- und fachgerechte Bewertung. Grundlegend kann jede Form von Projekt oder Prozess bewertet werden. Oft wird die Evaluation beim Studium verwendet, um Kurse und Inhalte von Dozenten bewerten zu können. Im Zuge der Evaluation werden Faktoren wie Kontext, Struktur, Aufwand und Ergebnisse bewertet. Durch Evaluation kann so beurteilt werden, in wieweit ein Kurs, ein Prozess oder ein Projekt zielführend gestaltet wurde und den angestrebten Zweck erfüllen kann.

    Professionelle Evaluation beinhaltet folgende Kriterien, die sie von alltäglicher Bewertung unterscheidet:

    • Klar definiertes Gebiet
    • Von Experten durchgeführt
    • Bewertung mit präzisen, offenen Kriterien
    • Empirische Datenerhebung
    • Informationsbewertung systematisch anhand bestimmter Regeln

    Lernmanagementsysteme

    Lernmanagement-Systeme oder im weiteren Sinne auch Lernplattformen, sind Systeme im E-Learning, die entwickelt wurden, um Lern- und Lehrprozesse zu unterstützen. Dabei helfen Ersteller dabei, Lerninhalte bereitzustellen, das Lernen webbasiert zu organisieren und die Kommunikation zwischen Teilnehmern und Bereitsteller zu ermöglichen. Lernmanagementsysteme bilden oft die Basis für die E-Learning-Infrastruktur von Hochschulen und Universitäten im Netz (z.B. Moodle).

    Die Grundaufgabe von Lernmanagementsystemen ist das Abbilden von Lernstrukturen. In extra angelegten Kursen können wichtige Dateien hochgeladen werden, die Freigaben für Personen eingerichtet und die Kommunikation von Teilnehmern/ Stundeten angeregt werden. Liegt der Fokus allerdings auf der Erstellung, Speicherung und Wiederverwertung von Inhalten, wird von einem Learning Content Management System (LCMS) gesprochen. Die Unterscheidung zwischen einem Lernmanagement System, einem Learning Content Management-System und einem Content Management System ist allerdings nicht klar umrissen – die Grenzen sind fließend.

    Lernplattformen und Learning Management Systeme verfügen über folgende Funktionen:

    • Verschlüsselte Anmeldung der Benutzer
    • Kursverwaltung (Dateiverwaltung, Verwaltung der Inhalte)
    • Rollen- und Rechtevergabe verschiedener Rechte
    • Möglichkeiten zu Kommunikation (Chat-Funktion)
    • Inhalte über Browser verfügbar

    Zu Lernmanagementsystemen werden keine freien Angebote aus dem Internet wie Webinare oder Portale gezählt.

    Vorteile eines Lernmanagementsystems

    Durch LMS kann der Lernbetrieb entlastet, sowie der Informationsfluss an die Lernenden reguliert werden. Dadurch, dass zeitintensive Verwaltung wegfällt, wird das Lernen vereinfacht und Wissen kann auf interaktive Art und Weise vermittelt werden. Durch die Rechtevergabe kann ausgewählt werden, welche Personen die Inhalte angezeigt bekommen. Zusätzlich ist eine Kommunikation über Chats und eingebaute Foren möglich. Das LMS ist über das Internet verfügbar und somit rund um die Uhr für Teilnehmer und Bereitsteller zugänglich.

    Lernsoftware

    Lernsoftware wird bei E-Learning eingesetzt und bezeichnet Software, die nur für Lernzwecke programmiert und entwickelt wurde. Hierbei können fundierte Kenntnisse den Teilnehmern mit interaktiven Mitteln nähergebracht werden. Weithin bekannte Lernsoftwares sind Schulungssoftwares, Übungsprogramme und Programme zur allgemeinen Informationsvermittlung. Die Benutzung von Lernsoftware wird weithin auch als E-Learning bezeichnet.
    Ausgerichtet auf eine bestimmte Zielgruppe, verfolgt eine Lernsoftware immer ein durchdachtes, didaktisches Konzept. Das Wissen wird hierbei interaktiv und auf unterhaltsame Weise vermittelt.

    Vorteile von Lernsoftware

    Es gibt viele Vorteile, die E-Learning und Lernsoftware attraktiv für Nutzer und Ersteller machen. Vor allem die Möglichkeit, die jeweilige Software an die Zielgruppe anzupassen und schwierige Zusammenhänge mit Videos und anderen digitalen Hilfsmitteln zu vermitteln, ist entscheidend. Je nach Art und Einsatz der Lernsoftware, kann das jeweilige Wissen auch wiederholt an Teilnehmer weitergegeben werden, ohne erneute Kosten zu verursachen. Gerade für Schulungen, die sonst kostenintensive Planung, sowie Umsetzung benötigen, ist die Anschaffung von Lernsoftware eine willkommene Alternative.

    Mediendesign

    Mediendesign setzt sich als Sondergebiet des Designs mit den modernen Medien und ihren Anforderungen auseinander. Dabei wird zwischen linearen und interaktiven Medien unterschieden – dabei ist bei linearen Medien der Punkt Zeitabhängigkeit ein wichtiges Gestaltungselement. Bei Interaktiven Medien ist die Bedienbarkeit, die damit einhergehende Visualisierung und Strukturierung der Funktionen besonders anspruchsvoll für die Gestaltung.

    Medieninformatik

    Als Teilgebiet der Informatik, befasst sich Medieninformatik mit der Digitalisierung von Text, Bild, Audio und Video. Durch das breit gefächerte Einsatzgebiet ist Medieninformation interdisziplinär gestaltet und hat sowohl Berührungspunkte mit der herkömmlichen Informatik wie auch zur Medienökonomie, Mediengestaltung, Medienpsychologie, Kognitionswissenschaften oder Mediendidaktik. Die breit gefächerte Art der Medieninformatik bedingt, dass eine Vereinheitlichung kaum möglich ist und deshalb die Studienschwerpunkte beziehungsweise Teilgebiete von Hochschule zu Hochschule verschieden sind.

    Mobile Learning

    Auch M-Learning genannt – abgeleitet von dem Begriff des E Learning bezeichnet Mobile Learning das Lernen mit portablen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-Pcs.

    Das Besondere beim Mobile Learning ist die Möglichkeit, das Wissen orts- und zeitunabhängig erlernen zu können. Auf diese Art können Wartezeiten zum Lernen genutzt werden und der Lernprozess im Alltag verwendet werden. Zusätzlich dazu können Nutzer Informationen spezifisch abfragen und so ihr Wissen erweitern. Features wie Push-Benachrichtigungen oder Belohnungs-Systeme sind nützliche Komponenten, um Teilnehmer zu motivieren.

    Die Lerninhalte unterscheiden sich gerade wegen der unterschiedlichen Nutzung grundlegend vom E Learning. Gerade durch die mobile Nutzung des Angebots muss damit gerechnet werden, dass Umgebungsverhältnisse den Lernenden beeinflussen. Darüber hinaus muss das Wissen in kleine Lernblöcke eingeteilt werden, die leicht konsumiert werden können. Des weiteren ist ein Abbruch sowie eine Wiederaufnahme des Lernens eizukalkulieren.

    Podcast

    Podcasts sind Reportagen im Audioformat, die im Internet zum Anhören und Herunterladen angeboten werden. Ähnlich wie Radiosendungen erscheinen sie in einem bestimmten zeitlichen Abstand und haben seriellen Charakter. Das Wort Podcast setzt sich aus den Wörtern Broadcast und dem ersten bekannten MP3-Player, dem IPod zusammen und tauchte erstmals 2000 auf. Das kostenlose Anhören und Abonnieren sind ein Grund für die steigende Popularität des Medienformats. Auch der Faktor, dass man nicht auf Sendetermine warten muss, sondern einfach zeitlich unabhängig die Audiodateien und die dazugehörigen Sendungsnotizen bei Bedarf herunterladen kann, steigert die Popularität.

    Podcasts waren früher meistens private Sendungen, die sich einem ganz bestimmten Thema widmen – mittlerweile gibt es auch professionell produzierte Nachrichten-Podcasts oder andere Themen. Wenn sich Podcasts selbst einen Schwerpunkt legen und nur Themen einer bestimmten Kategorie behandeln, wird oft das Kürzel „cast“ ans Thema gehängt. So zum Beispiel Sportcast oder Educast. Im Bereich E Learning sind gerade die Podcasts mit wissenschaftlichen Themen besonders wichtig, die Wissen an Teilnehmer vermitteln können.

    Musik in Podcasts ist oft lizenzfreie, oder spezielle Creative-Commons-lizenzierte Musik, um die Urheberrechte nicht zu verletzen.

    Tele-Tutor

    Beim E Learning werden oft Tele-Tutoren eingesetzt, um Lernende beim virtuellen Lernprozess zu unterstützen und zu begleiten. Das Tutorium findet dabei Online und meist in Verbindung von Learning-Management-Systemen statt. Dabei kann wahlweise auch von Online-Tutoren, E-Trainern, E Teachern oder E-Coaches gesprochen werden.

    Tele-Tutoren haben beim Lernprozess der Teilnehmer die Aufgabe, das Zeitmanagement bei Bedarf anzuleiten, die Kommunikation einer Gruppe anzuregen und zu unterstützen, die generellen Gruppenaktivitäten anzuleiten, fachliche Betreuung bereitzustellen (Fragen zu Themen beantworten), sowie die technische Betreuung des Kurses. Diese Aufgaben benötigen spezielles Wissen, das zielgerichtet umgesetzt werden muss. Tele-Tutoren müssen gewisse sozial-kommunikative Kompetenzen besitzen, um auf die Teilnehmer eines Kurses eingehen und einen optimalen Rahmen zum Lernen zu schaffen. Da die Teilnehmer Kurse im Selbststudium absolvieren, sollte der Tele-Tutor außerdem didaktische Methoden anwenden, um sie bestmöglich dabei zu unterstützen. Zuletzt ist es nötig, dass die Medien für den E Learning Kurs optimal und zielgerichtet genutzt werden. Deshalb muss das Wissen des Tele-Tutors auf dem neuesten Stand gehalten werden, damit die Bedürfnisse der Teilnehmer bestmöglich bedacht werden.

    Virtual Classroom

    Mit einem virtuellen Klassenzimmer wird die Software beschrieben, die zum E Learning eingesetzt wird. Um Wissen optimal zu vermitteln, werden mehrere Werkzeuge wie Audio-Konferenzen, Text-Chats, interaktives Whiteboard, oder Application Sharing eingesetzt. Virtuelle Klassenräume sind vielseitig einsetzbar, das Gruppenlernen kann organisiert, oder auch synchrone Vorträge abgehalten werden.

    Synchroner Unterricht

    Synchroner Unterricht wird auch Live E Learning genannt. Beim synchronen Unterricht lernen die Kursteilnehmer gemeinsam und gleichzeitig zur selben Zeit am Computer. Um das realisieren zu können, benötigt es einen virtuellen Raum, das virtuelle Klassenzimmer. Dort treffen sich die Teilnehmer virtuell, die Teilnehmer können miteinander kommunizieren, Dateien austauschen oder dem Live-Video-Chat des Dozenten beiwohnen. Je nach Software kann nach einem Kurs auch eine Rückmeldung durch die Teilnehmer erfolgen, durch die der Dozent den aktuellen Status des Kurses hinterfragen und Erhebungen erstellen kann.

    Kommunikationsmöglichkeiten Virtual Classrooms

    Die Teilnehmer eines E Learning Kurses haben durch Virtual Classrooms verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation und des Wissensmanagements. Einerseits ist ein Chat möglich, in dem sie miteinander und textbasiert kommunizieren können, andererseits ist je nach Software auch eine private Chatversion möglich. Je nach Software kann der Dozent als Moderator fungieren und den Chat verwalten. Des Weiteren ist eine Video- und Audiokonferenz möglich, die eine Interaktion unter den Teilnehmern verbessert und lebendiger gestaltet. Der Lernprozess wird dadurch dynamischer und es kann auch gemeinsam an einem Dokument gearbeitet werden, während über die Konferenz darüber geredet wird. Emails zwischen Teilnehmern, Dozenten und Tutoren sind eine beliebte Methode der Kommunikation und weisen ähnliche Funktionen auf wie ein Chat. Außerdem gibt es noch die Variante der Newsgroups – eigens eingerichtete Foren für die Kurse, die die Möglichkeit geben, Meinungen auszutauschen, oder Aufgaben zu koordinieren. Als zeitunabhängige Funktion können Newsgroups eine gute Ergänzung für den herkömmlichen Virtual Classroom sein.

    WBT

    Web Based Training, oder auch Webbasiertes Training, bezeichnet eine Weiterentwicklung des Computer Based Training hin zum Netzbasierten Lernen. Diese Form von Lernprogrammen ist unabhängig von Datenträgern für Teilnehmer nutzbar. Durch die Bereitstellung auf Webservern oder im Intranet eines Unternehmens, ist Web Based Training unabhängiger verwendbar und bietet weitere, lukrative Vorteile. Durch die Einbettung des Lehrangebotes im Netz können Teilnehmer bei Bedarf unmittelbar Kontakt mit dem Dozenten und den anderen Teilnehmern aufnehmen und sich untereinander absprechen. Kommunikationsmöglichkeiten wie Live-Chats, Mails oder Newsmitteilungen können eingebunden werden und schaffen eine optimale Lernatmosphäre. Die Interaktivität und die Möglichkeit zum Selbststudium werden durch die örtliche Unabhängigkeit erreicht. Es wird grundsätzlich eine Internetverbindung benötigt, um auf die Lerninhalte zugreifen zu können.

    Eine noch größere kommunikativere Weiterentwicklung von Web Based Training entspräche einer Lernplattform und Learning Management Systemen, wie sie oft intern von Hochschulen und Universitäten genutzt wird.

    Webinar

    Eine Wortneuschöpfung aus den Worten von Webseminar und World Wide Web ist eine weiterführende, moderne Form des Seminars, das im Internet gehalten wird. Die Seminare, mittlerweile auch unter der Bezeichnung Live Online Training bekannt, finden zu einem festgelegten Zeitpunkt in einem virtuellen Klassenzimmer statt und sind interaktiv ausgelegt. Die Teilnehmer können während des Webinars mit dem Vortragenden kommunizieren und andersherum, was einen großen Erfolgsfaktor von Webinaren ausmacht und das Wachstum der Branche weiter ankurbelt.

    Die Informationen des Webinars werden mündlich vorgetragen und durch Bildschirmübertragungen ergänzt. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Teilnehmern Sprechrechte zu verleihen und ihn so während des Webinars zu Wort kommen zu lassen.

    Webinare werden bei E Learning eingesetzt, für Marketingveranstaltungen, Online-Besprechungen oder Vorträge und bieten viele entscheidende Vorteile. Denn es kann theoretisch eine unbegrenzte Anzahl an Teilnehmern dem Webinar beiwohnen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Umfragen zu schalten und auszuwerten, Teilnehmerdaten zu erheben sowie zu Events einzuladen.

    Wissensmanagement

    Wissensmanagement ist die Gesamtheit der Aktivitäten, die eine möglichst optimale Nutzung des vorhandenen Wissens, zum Beispiel von Mitarbeitern eines Unternehmens, gewährleisten sollen. Dabei zielen alle strategischen und operativen Tätigkeiten darauf ab, mit Wissen bestmöglich umzugehen, um es zielführend an richtiger Stelle einsetzen zu können.

    Um Wissen optimal innerhalb eines Unternehmens zu integrieren, wird methodisch auf die Wissensbasis des Unternehmens Einfluss genommen. Das Wissen wird hierbei als Daten und Informationen, sowie Fähigkeiten verstanden, die zur Lösung eines Problems oder einer Aufgabe beitragen. Bei organisationalem Wissensmanagement wird spezifisches Wissen in verschiedenen Bereichen einer Organisationsstruktur verankert.

    Wissen wandelte sich zunehmend zum erfolgsgebenden Faktor, der nur durch zielgerichtetes Einsetzen zum Erfolg führt. Damit das Wissen optimal integriert werden kann, benötigt es ein funktionstüchtiges Informationssystem, über das sich Mitarbeiter vernetzen, Informationen festhalten und austauschen können.

    Wissensmanagementsystem

    Bei Wissensmanagementsystemen (engl. Knowledge Management System; KMS) handelt es sich um Informations- und Kommunikationssysteme in Form eines Anwendungssystems. Für den Umgang mit explizitem und implizitem Wissen, organisationsinternes oder -externes Wissen stellt ein Wissensmanagementsystem spezielle Funktionen bereit, um es strukturiert abzubilden. Dadurch geht das Wissen nicht verloren, obwohl es in verschiedenen Bereichen eines Unternehmens in ganz unterschiedlicher Form vorhanden ist. Das Wissen wird als Information verstanden, die sowohl auf Rechnern, als auch in den Köpfen von Mitarbeitern vorhanden sein kann – all dieses Wissen gehört zum Gesamtwissen einer Organisation und sollte auch für alle Mitarbeiter zugänglich gemacht werden.

    Wissensmanagementsysteme werden in zwei Gebiete eingeteilt:

    • Integrative Wissensmanagementsysteme
    • Interaktive Wissensmanagementsysteme

    XML

    Die Extensible Markup Language (XML) ist eine Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten im Format einer Textdatei, die sowohl von Menschen als auch von Maschinen lesbar ist. XML ist eine Metasprache, durch die strukturelle und inhaltliche Einschränkung anwendungsspezifische Sprachen definiert werden. XML wird zum plattformübergreifenden Austausch zwischen Computersystemen eingesetzt, insbesondere über das Internet.

    Beispiele für XML-Sprachen sind: RSS, XHTML, XAML, GPX.

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