Tiefenschärfe

Tiefenschärfe | Was bedeutet Tiefenschärfe?

Tiefenschärfe Definition

Die Tiefenschärfe ist ein wichtiges Gestaltungsmittel für die Fotografie und den Film. Damit bezeichnet man den Bereich des Bildes, der scharf dargestellt wird. Von einer geringen Tiefenschärfe wird gesprochen, wenn nur ein kleiner Bereich des Bildes scharf ist, während der Hintergrund unscharf ist. Bei einer großen Tiefenschärfe wird ein Großteil des Bildes scharf dargestellt.


Ein Bild mit einer hohen Tiefenschärfe.


Ein Bild mit einer niedrigen Tiefenschärfe.

Die Tiefenschärfe als Gestaltungselement

Das Spiel mit der Schärfe und die Tiefenschärfeverlagerung sind wichtige Gestaltungsmittel im Film. Sie können genutzt werden, um Objekte und Personen vom Hintergrund abzuheben oder um unwichtige Elemente in der Unschärfe verschwinden zu lassen. Mit der Tiefenschärfeverlagerung ist es zugleich möglich, die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu lenken. Eine geringe Tiefenschärfe lenkt den Fokus auf bestimmte Bildelemente, während eine große Tiefenschärfe das Objekt in Beziehung zu seiner Umgebung darstellt. So kann man die Schärfe zur Bildgestaltung nutzen.

Weitere Infos:
» Filmlexikon Artikel: Schärfenverlagerung

Einflussmöglichkeiten auf die Tiefenschärfe: Blendöffnung, Abbildungsmaßstab und Abstand

Da die Tiefenschärfe ein wichtiges Element der Bildgestaltung ist, wird sie oft bereits vor Beginn der Dreharbeiten geplant. So ist es bereits während des Drehs möglich, mit Hilfe der Blendenöffnung, des Abbildungsmaßstabs und des Abstands zum gefilmten Objekt, die Tiefenschärfe als Gestaltungsmittel einzusetzen. Ein größerer Abstand zum gefilmten Objekt, ein größerer Abbildungsmaßstab und eine größere Blendöffnung führen alle zu einer geringeren Tiefenschärfe. Mit einem Verständnis von dem Verhältnis dieser Einflussmöglichkeiten kann man die Tiefenschärfe zur Bildgestaltung nutzen.

« zurück zum Filmlexikon