Das perfekte Pitch Video erstellen
Viele großartige Ideen scheitern nicht an der Idee selbst, sondern daran, wie sie präsentiert werden. Ein Pitch Video kann in kürzester Zeit das leisten, wofür ein langes Meeting oft nicht ausreicht: echtes Interesse wecken, Vertrauen schaffen und eine Entscheidung anstoßen. Zwei Dinge, die Sie in diesem Artikel mitnehmen werden: wie Sie Ihr Pitchvideo so strukturieren, dass Investoren oder Kunden wirklich zuhören, und welche technischen Details den Unterschied zwischen „nett gemacht“ und „wirklich überzeugend“ ausmachen. Fangen wir von vorne an.
Inhalt
- Was genau ist ein Pitch Video?
- So legen Sie das Fundament für ein starkes Pitch Video
- Storytelling im Pitch Video: Welche Geschichte überzeugt wirklich?
- Technik, Equipment und die richtigen Einstellungen
- Aufbau und Struktur eines überzeugenden Pitch Videos
- Pitch Videos mit KI? Chancen und Grenzen im Vergleich
- Pitch Videos für Investoren, Kunden und Crowdfunding: Wo ist der Unterschied?
- Selbst drehen vs. Agentur beauftragen - was ist wann sinnvoll?
- Fazit
Was genau ist ein Pitch Video?
Ein Pitch Video ist ein kurzes, zielgerichtetes Video, in dem Sie eine Idee, ein Produkt oder ein Unternehmen vorstellen, um eine bestimmte Zielgruppe zu überzeugen. Die Bandbreite reicht dabei vom klassischen Erklärvideo für Startups, das Investoren auf einer Crowdfunding-Plattform ansprechen soll, bis hin zur Selbstpräsentation per Video für eine Bewerbung oder einen neuen Kundenauftrag.
Was ein Pitch Film von einem herkömmlichen Erklärvideo unterscheidet, ist die klare Ausrichtung auf eine bestimmte Aufforderung zur Handlung. Während ein allgemeines Erklärvideo informiert, will ein Video-Pitch überzeugen. Es geht darum, die Zuschauer so weit zu bringen, dass sie den nächsten Schritt gehen: einen Termin buchen, investieren, kaufen oder weiterempfehlen.
So legen Sie das Fundament für ein starkes Pitch Video
Wer direkt mit dem Drehen anfängt, ohne vorher genau zu wissen, wen er ansprechen will und was er erreichen möchte, produziert ein Video, das sich vielleicht gut anfühlt, aber niemanden wirklich packt. Die Vorbereitung ist der Teil, den viele unterschätzen und der am meisten Zeit spart.
Bevor also auch nur eine Sekunde Footage entsteht, sollten Sie drei Fragen klar beantworten:
- Wer ist Ihre Zielgruppe konkret?
- Was sollen diese Personen nach dem Video tun?
- Und was ist die eine Botschaft, die hängen bleib soll?
Alles andere – etwa Technik, Schnitt, Musik – ordnet sich dieser Antwort unter. Wer sich bei Zielgruppe, Botschaft und Struktur unsicher ist oder einfach keine Zeit hat, sich tief einzuarbeiten, kann diese Vorarbeit auch abgeben. muthmedia begleitet Unternehmen und Startups von der ersten Konzeptidee bis zum fertigen Pitch-Video und sorgt dafür, dass die Botschaft von Anfang an sitzt.
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Werbefilm ProduktseiteStorytelling im Pitch Video: Welche Geschichte überzeugt wirklich?
Zahlen und Fakten allein reichen nicht aus. Was Menschen dazu bringt, zu investieren, zu kaufen oder weiterzuerzählen, sind Geschichten, die emotional etwas auslösen. Crowdfunding-Plattformen wie Startnext bestätigen das empirisch: Projekte mit einem Pitch-Video sind deutlich erfolgreicher, weil das Video nonverbal Authentizität, Körpersprache und Glaubwürdigkeit transportiert.
Gutes Storytelling im Pitching-Video bedeutet nicht, eine dramatische Geschichte zu erfinden. Es bedeutet, die richtige Perspektive zu wählen: nicht „wir haben ein tolles Produkt“, sondern „hier ist ein Problem, das viele kennen und so lösen wir es“. Diese Verschiebung von der Produktebene zur Nutzerperspektive macht den entscheidenden Unterschied.
Die 3-Akt-Struktur für Ihr Pitch-Video-Skript
Die 3-Akt-Struktur ist im Filmbereich so etabliert, weil sie funktioniert. Für ein Erklärvideo für den Pitch lässt sie sich direkt übertragen:
Akt 1 – Das Problem: Zeigen Sie, welches Problem existiert und wen es betrifft. Dieser Teil erzeugt Identifikation.
Akt 2 – Die Lösung: Stellen Sie Ihr Produkt oder Ihre Idee als Antwort auf dieses Problem vor. Konkret, klar, ohne Ausschweifungen.
Akt 3 – Der Call-to-Action: Was soll der Zuschauer jetzt genau tun?
Diese Struktur hält das Video fokussiert und gibt dem Zuschauer das Gefühl, einer logischen Reise zu folgen, statt eine Präsentation über sich ergehen zu lassen.
Eine Studie der Stanford University zeigt: 63% der Menschen erinnern sich an eine Geschichte, aber nur 5% an eine einzelne Statistik. Was Menschen dazu bringt, zu investieren, zu kaufen oder weiterzuerzählen, sind Geschichten, die emotional etwas auslösen.
Technik, Equipment und die richtigen Einstellungen
Ein häufiges Missverständnis lautet: Ein gutes Bild braucht eine teure Kamera. In der Realität macht die Ausleuchtung den größten Unterschied. Ein gut beleuchtetes Video mit einem modernen Smartphone schlägt ein schlecht beleuchtetes Video mit einer professionellen Kamera in der Wahrnehmung der Zuschauer fast immer.
Wichtiger als das Equipment sind stabile Kameraführung (kein Stativ bedeutet wackelndes Bild), ein ruhiger Hintergrund und die Kontrolle über die Tonqualität. Hintergrundgeräusche, schlechter Ton oder ein pixeliges Bild lassen selbst die stärkste Idee unprofessionell wirken. Eine im Fachmagazin PNAS veröffentlichte Studie zeigt: Wer durch ein schlechtes Mikrofon spricht, wird von Zuhörenden als weniger intelligent und weniger glaubwürdig wahrgenommen – unabhängig davon, was er inhaltlich sagt.
Licht, Ton und Kameraposition: Die technischen Basics
Licht: Nutzen Sie natürliches Licht von vorne oder ein günstiges Ringlicht. Licht von hinten erzeugt Schatten im Gesicht und wirkt amateurhaft.
Ton: Ein Ansteckmikrofon kostet ab 30 Euro und verbessert die Tonqualität drastisch. Kameramikrofone reichen selten aus.
Kameraposition: Augenhöhe ist die Standardwahl. Eine Kamera, die von unten filmt, wirkt unangenehm. Von oben filmen lässt Sie kleiner wirken.
Hintergrund: Reduziert und aufgeräumt. Ein unruhiger Hintergrund lenkt vom Sprecher ab.
Format: Für LinkedIn und klassische Pitches gilt 16:9 als Standard. Für Instagram Reels oder TikTok-Distribution empfiehlt sich 9:16.
Wer merkt, dass Licht, Ton und Kameraführung selbst zu viele Variablen sind, ist bei muthmedia gut aufgehoben. Das Team übernimmt die komplette Produktion, von der technischen Einrichtung bis zum finalen Schnitt, damit der Pitch-Film so ankommt, wie die Idee es verdient.
Aufbau und Struktur eines überzeugenden Pitch Videos
Ein überzeugender Video-Pitch folgt einer klaren Reihenfolge, die dem Zuschauer das Gefühl gibt, gut geführt zu werden. Die ersten drei bis fünf Sekunden entscheiden darüber, ob jemand weiter schaut oder abspringt. Ein direkter Einstieg mit dem Problem oder einer provokanten Frage wirkt besser als eine ausgiebige Vorstellung.
Ein bewährter Aufbau für ein Pitch-Video sieht so aus: Problemdarstellung (10 bis 15 Sekunden), Lösungsvorstellung (20 bis 30 Sekunden), Beweis oder Traction (15 Sekunden), Teamvorstellung (10 Sekunden) und ein klarer Call-to-Action am Ende. Je nach Länge des Videos können einzelne Teile ausgebaut werden. Was nie fehlen sollte, ist der CTA: Ohne ihn lassen Sie Potenzial ungenutzt.
Pitch Videos mit KI? Chancen und Grenzen im Vergleich
KI-Tools für die Videoproduktion haben sich in den letzten Jahren erheblich entwickelt. Anwendungen wie Synthesia, HeyGen oder CapCut ermöglichen es, Videos ohne Kameraauftritt zu erstellen: mit KI-Avataren, automatischer Vertonung und generierten Visuals. Für ein erstes Erklärvideo für den Pitch oder eine schnelle interne Präsentation können diese Tools Zeit und Kosten sparen.
Die Grenze dieser Lösungen liegt dort, wo Authentizität gefragt ist. Bei einem Crowdfunding-Pitch oder einem Meeting mit Investoren gilt: Menschen kaufen von Menschen, nicht von Avataren. Die Daten von Startnext zeigen, dass Authentizität einer der wichtigsten Faktoren für den Projekterfolg ist. Ein KI-generiertes Video kann diese emotionale Verbindung bisher nicht vollständig ersetzen. Für produktbeschreibende oder erklärende Inhalte dagegen leisten KI-Tools gute Arbeit.
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Imagefilm ProduktseitePitch Videos für Investoren, Kunden und Crowdfunding: Wo ist der Unterschied?
Nicht jedes Pitching-Video hat dieselbe Aufgabe, und wer das ignoriert, produziert ein Video, das zwar technisch funktioniert, aber niemanden wirklich erreicht. Ein Video für potenzielle Kunden muss den konkreten Nutzen in den Mittelpunkt stellen: Was ändert sich für den Zuschauer, wenn er kauft oder mit Ihnen zusammenarbeitet? Welches Problem verschwindet, welche Arbeit wird leichter? Diese Fragen treiben Kaufentscheidungen an.
Bei Projekten für Crowdfunding steht der Mensch hinter der Idee im Mittelpunkt: Wer sind Sie, warum tun Sie genau das, und warum jetzt? Unterstützer auf Plattformen wie Kickstarter oder Startnext finanzieren keine abstrakten Projekte, sie begleiten Personen, denen sie vertrauen. Authentizität ist dabei das eigentliche Kapital, perfekte Produktion ist zweitrangig.
Bei einem Investor-Pitch verschiebt sich der Fokus erneut. Marktgröße, Skalierbarkeit und die Frage, warum genau dieses Team das Problem besser löst als alle anderen, müssen klar beantwortet werden. Dennoch wäre es ein Fehler zu glauben, Investoren entscheiden rein rational. Auch sie fragen sich, ob sie dieser Person vertrauen und ob die Überzeugung hinter dem Projekt glaubwürdig wirkt. Alle drei Varianten verbindet dabei ein Grundprinzip: Die Botschaft muss auf die Entscheidungslogik der Zielgruppe abgestimmt sein. Kunden entscheiden emotional, Investoren strategisch und Crowdfunding-Unterstützer aus persönlicher Überzeugung.
Selbst drehen vs. Agentur beauftragen – was ist wann sinnvoll?
Wer ein Pitch-Video selbst dreht, investiert vor allem Zeit. Die Materialkosten bleiben bei vorhandenem Smartphone und einem günstigen Mikrofon unter 100 Euro. Das Ergebnis ist naturgemäß weniger poliert als ein professionell produziertes Video, kann aber durch Authentizität und persönliche Note punkten, was gerade im Bereich vom Crowdfunding ein potentieller Vorteil sein kann.
Eine professionelle Videoproduktion kostet für ein einfaches Pitchvideo in der Regel zwischen 1.500 und 5.000 Euro, bei komplexeren Produktionen mit Animationen und mehreren Drehtagen variiert der Preis je nach Umfang. Manchmal lohnt es sich einfach, die Produktion abzugeben, ohne dabei in lange Agenturprozesse zu geraten. muthmedia bietet einen direkten Weg zum professionellen Pitch-Video, ob als schlichtes Talking-Head-Format oder als aufwendigere Produktion mit Animation, je nachdem was zur Botschaft und zum Budget passt.
Fazit
Ein überzeugendes Pitch Video entsteht nicht durch Zufall, sondern durch eine klare Vorbereitung, eine ehrliche Botschaft und die Bereitschaft, mehrere Takes zu drehen bis es sitzt. Die Technik spielt dabei eine kleinere Rolle als die meisten denken. Was zählt, ist ob der Zuschauer nach dem Video versteht, worum es geht, ob er Vertrauen aufgebaut hat und ob er weiß, was als nächstes zu tun ist. Wer diese drei Punkte mit einem Video abdeckt, hat ein gutes Pitch-Video erstellt.
FAQ zum Thema Pitch Videos
Wie lange sollte ein Pitch Video sein?
Die optimale Länge eines Pitch Videos liegt zwischen 90 Sekunden und 3 Minuten. Für einen Investor-Pitch auf Plattformen wie LinkedIn oder per E-Mail empfiehlt sich eine Länge von maximal 90 Sekunden. Für Crowdfunding-Plattformen wie Startnext oder Kickstarter sind bis zu 3 Minuten üblich. Entscheidend ist: Jede Sekunde muss einen Grund haben, warum sie im Video bleibt.
Welche Inhalte gehören in ein Pitch Video für Investoren?
Ein Investor-Pitch-Video sollte das Problem, die Lösung, die Zielgruppe, das Alleinstellungsmerkmal, die wichtigsten Kennzahlen (Traction) sowie den konkreten Finanzierungsbedarf enthalten. Alles davon komprimiert auf maximal 90 Sekunden. Das Ziel ist nicht, alles zu erklären, sondern einen Ersttermin zu gewinnen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Pitch Video und einem Erklärvideo?
Ein Erklärvideo informiert und erklärt ein Produkt oder einen Prozess. Ein Pitch Video hingegen zielt immer auf eine konkrete Handlung: investieren, kaufen, unterstützen oder einen Termin vereinbaren. Der wesentliche Unterschied liegt im Call-to-Action und in der Ausrichtung auf eine Entscheidung der Zielgruppe.
Welche Plattformen eignen sich für die Verbreitung eines Pitch Videos?
Das hängt von der Zielgruppe ab. Für B2B-Kontakte und Business Angels ist LinkedIn die erste Wahl. Für Crowdfunding-Kampagnen sind Plattformen wie Startnext oder Kickstarter relevant. YouTube eignet sich für organische Reichweite durch Suchmaschinenoptimierung. Auf der eigenen Website eingebettet, kann ein Pitch Video die Conversion Rate auf der Landingpage nachweislich steigern.
Wie wichtig ist ein Pitch Video für Crowdfunding?
Sehr wichtig. Startnext verlangt für die Zulassung zur Finanzierungsphase sogar verpflichtend ein Pitch-Video. Projekte mit einem Video sind laut Startnext empirisch deutlich erfolgreicher als Projekte ohne Video, weil das Format Vertrauen, Authentizität und eine persönliche Verbindung zur Zielgruppe herstellt, die ein Text allein nicht leisten kann.
Nina ist Head of Communications bei muthmedia und bringt seit 2019 ihre langjährige Erfahrung aus der redaktionellen Arbeit in das Unternehmen ein. Durch die strategische Konzeption von Kundenprojekten in den Bereichen Video, Podcast und Online-Marketing ist sie tief in den Themen verwurzelt und verfügt über fundierte Markt-Expertise. Diese praxisnahen Einblicke lässt sie heute direkt in ihre Blogartikel für muthmedia einfließen.
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