Industriefilm

Filmlexikon | Was ist ein Industriefilm?

Industriefilm Definition

Bei einem Industriefilm handelt es sich um einen Unternehmensfilm, dessen Fokus auf der Darstellung von Fertigungsprozessen und technischen Vorgängen liegt. Industriefilme gewähren so einen Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens und dienen der Visualisierung verschiedener Arbeitsbereiche.

Industriefilm Geschichte

Der Industriefilm hat eine lange Geschichte und gehört zu den ersten Unternehmensfilmen, die im Laufe der 50er Jahre von großen Industrieunternehmen veröffentlicht wurden. Waren die Filme damals noch bis zu 30 Minuten lang und zeigten den kompletten Produktionsprozess einer Ware, so sind sie heute in der Regel deutlich kürzer gehalten und zeigen nur die wichtigsten Momente oder Arbeitsschritte. Der Fokus liegt dabei oft nicht mehr so sehr auf dem Dokumentarischen, sondern vielmehr darauf, die Qualität der Ware, die technische Finesse des Fertigungsprozesses oder die Leidenschaft und Freude an der Arbeit sowie der eigenen Leistung zu zeigen.

Industriefilm Ziele & Einsatzzwecke

Industriefilme können unterschiedliche Ziele verfolgen und sich kommunikativ sowohl nach innen als auch nach außen richten.

Da Industriefilme authentisch wirken und ein Gefühl von Transparenz und Offenheit bei gleichzeitiger Darstellung der eigenen Expertise vermitteln, werden sie etwa gezielt eingesetzt, um neue B2B-Geschäftspartner zu gewinnen und Stakeholder von der Qualität der eigenen Arbeit zu überzeugen.

Andererseits können Industriefilme jedoch auch intern als Schulungsfilme eingesetzt werden, um den eigenen Mitarbeitern wichtige Arbeitsschritte und Prozesse zu vermitteln. Auf diese Weise können schriftliche Produktionsleitfäden audiovisuell ergänzt oder sogar komplett ersetzt werden.

Unterschied zwischen Industriefilm und Imagefilm

Da sowohl Industriefilme als auch Imagefilme die Bekanntheit eines Unternehmens verbessern und positiv auf dessen Außenwahrnehmung einzahlen können, sind die beiden Filmtypen eng miteinander verwandt. Es gibt jedoch auch einige entscheidende Unterschiede, die beachtet werden sollten.

So richtet sich der Industriefilm etwa (sofern er nicht an eigene Mitarbeiter adressiert ist) ganz klar an Geschäftspartner, B2B-Kontakte, Lieferanten und Investoren. Somit spricht er ein fachkundiges Publikum an, welches über ein gewisses (technisches) Vorwissen verfügt. Rationalität und klar benannte Fakten stehen hier im Zentrum.

Der Imagefilm setzt dagegen viel stärker auf die emotionale Ansprache und richtet sich überwiegend an potenzielle B2C-Kunden, bzw. Endabnehmer.

 

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